Der Natur auf der Spur!

Auf der Suche nach der biologischen Vielfalt!

Die Schleiereule – Tyto alba

24. September 2026

Fotos: NABU, Adobe Stock – Grafik: STV / Mir friert das Blut in den Adern. Gänsehaut! Und ein Schreck, der durch alle Glieder fährt! Dieser Schrei geht einem durch Mark und Bein! Dann bin ich hellwach. Halb 4 in der Nacht.

Was war das? Gespensteralarm? Dann geht es wieder von vorne los. Es kratzt und rumort direkt über meinem Dachbodenzimmer. Wieder ein Schreck in allen Gliedern. Und dann Ruhe, der Spuk ist vorbei.

Die Schleiereule (Tyto alba) ist eine weltweit verbreitete Vogelart aus der Ordnung der Familie der Eulen (Strigiformes) und der Familie der Schleiereulen (Tytonidae). Sie ist 35 cm groß, von sehr heller Farbe, weißlich-gelb-ocker, auffallend langbeinig.

Kein Vogel wird häufiger für einen Menschen gehalten. Die Schleiereule huhut nicht, sondern kreischt. Ein heiserer, langgezogener Laut, oft im Flug über offenem Gelände ausgestoßen.

Dabei gleitet dieser Jagdflieger dank spezieller Kanten an den Schwungfedern fast lautlos durch die Nacht.

Der NABU fasst zusammen:

Merkmale und Anatomie

  • Aussehen: Etwa taubengroße (ca. 34–35 cm lang), hell gefiederte Eule mit langen Beinen und ohne Federohren.
  • Gesichtsschleier: Das auffälligste Merkmal ist das herzförmige, weiße oder helle Gesicht. Es dient als akustischer Schalltrichter, der Geräusche bündelt und direkt zu den Ohren leitet.
  • Flug: Spezielle Kanten an den Schwungfedern ermöglichen einen fast lautlosen Flug.

Lebensraum und Verhalten

  • Habitat: Kultur- und Offenlandschaften (Wiesen, Felder, Parklandschaften), oft in der Nähe des Menschen.
  • Nistplätze: Kulturfolger, die gerne in Kirchtürmen, Scheunen, alten Dachböden oder an angebrachten Nistkästen brüten.
  • Aktivität: Streng nachtaktiv und dämmerungsaktiv; den Tag verbringt sie an geschützten Ruheplätzen.

Ernährung und Ökologie

  • Beutespektrum: Jagt hauptsächlich Kleinsäuger wie Feldmäuse, Wühlmäuse und Spitzmäuse. Seltener gehören auch Vögel, Insekten oder Amphibien zum Speiseplan.

Mitte der 90er Jahre war unser Nachbargrundstück in Castrop noch nicht bebaut. Stattdessen gab es eine große wilde Wiese mit Sträuchern und allerlei Getier. Besonders den Mäusen gefiel ihr großes Habitat. Sie ahnten zumeist nicht, in welch große Gefahr sie sich begaben, wenn sie ihre nächtlichen Spaziergänge machten. Denn der Todfeind saß direkt über ihnen. Nämlich auf unserem Dachfirst.

Irgendwann waren sie plötzlich da und hatten sich die Wiese als Jagdrevier ausgesucht. Dabei war der Ansitz gar nicht weit weg von uns Menschen auf dem Balkon ein Stockwerk tiefer. Es schien den Schleiereulen nicht viel auszumachen, verabschiedeten wir uns doch bei zunehmender Dunkelheit verlässlich. Wir wollten nicht stören.

Mit Beginn der Bauarbeiten war es vorbei mit der lieben Eulenfamilie auf unserem Dach. Danach haben wir hier keine Schleiereulen-Sichtung mehr gehabt. Der Waldkauz ließ sich nieder. Dass aber Tyto alba immer noch da ist oder wieder da ist, ist wunderbar. Trotz des Schrecks in dunkler Nacht.

Weberknecht – (wissenschaftlich Opiliones)

11. September 2026

Dieser Sechsbeiner lief gestern in unseren Blumen herum. Vielleicht musste er zwei Kämpfe bestehen und 2 Beine abwerfen, denn eigentlich hat der Weberknecht 8 davon.

„Die Weberknechte, auch Geist, Habergeiß, Habermann, Kanker, Langbein, Mähder, Schneider, Schneidergeiß, Schuster, Tod, Waldschreit, Weber und Zimmermann genannt, sind eine Ordnung der Kieferklauenträger. Weltweit sind etwa 6600 Arten mit Körperlängen von 2 bis 22 Millimetern bekannt.“

Der Weberknecht ist ein harmloses Spinnentier, das fälschlicherweise oft für eine Spinne gehalten wird. Obwohl er acht Beine besitzt, gehört er zu einer eigenen Ordnung und unterscheidet sich biologisch stark von echten Webspinnen.

Körperbau: Der Körper ist kompakt und wirkt wie aus einem Guss. Im Gegensatz zu Spinnen sind Vorder- und Hinterleib miteinander verwachsen.

Kein Gift, kein Netz: Weberknechte besitzen weder Giftdrüsen noch Spinndrüsen. Sie können keine Netze weben und Menschen nicht beißen.

Augen: Sie haben nur zwei Augen, die auf einem kleinen Hügel auf dem Kopf sitzen (Spinnen haben meist acht Augen).

Abwerfen von Beinen: Bei Gefahr durch Fressfeinde können sie ein Bein an einer Sollbruchstelle abwerfen. Dieses zuckt danach weiter, um Angreifer abzulenken, wächst allerdings nicht nach.

Stinkdrüsen: Als Abwehrsubstanz besitzen sie Drüsen, die bei starker Bedrohung ein unangenehm riechendes Sekret absondern.

Fortpflanzung: Anders als Webspinnen besitzen männliche Weberknechte ein echtes Fortpflanzungsorgan (einen Penis).“ (Text: Wikipedia)

„Weberknechte sind nützliche „Staubsauger“ der Natur. Sie jagen in der Dämmerung und Nacht kleine Schädlinge wie Blattläuse, Milben, kleine Schnecken und Asseln, ernähren sich aber auch von Pflanzenresten oder toten Insekten.“ (Text: Tierschutz macht Schule)

Mehr hier bei Waldschweiz!

Wie geht es den Weberknechten? Mehr hier bei Rote Liste Zentrum!

Etwas linkslastig! Gute Reise!

Eisvogel – Alcedo atthis

24. August 2026 / 18 Grad

Ein Eisvogel! Diesen Ausruf hört man immer mal wieder auch in Castrop. Denn dieser wunderschöne Vogel lebt seit einiger Zeit wieder bei uns. Der Eisvogel ist nach der erfolgreichen Renaturierung der Emscher und ihrer Nebengewässer wieder dauerhaft in Castrop-Rauxel heimisch. Der farbenprächtige Vogel gilt als wichtiges Bioindikator-Tier für eine hervorragende Wasserqualität und eine gesunde Gewässerökologie im Ruhrgebiet. Als beste Beobachtungsorte gelten der Natur- und Wasser-Erlebnis-Park, die Umweltbildungsstation Emscher-Falken, der Deininghauser Bach und das Naturschutzgebiet Pöppinghauser Wald.

Aber auch im federleicht-Gebiet kann man ihn entdecken, wenn man sehr geduldig und sehr vorsichtig, ohne ihn zu stören, „auf der Lauer liegt“. Zuletzt sahen wir ihn am 24. August abends um 19 Uhr hier am Teich auf unserer Fotomontage. Er nutzt als Ansitzwarte die tief über der Wasseroberfläche hängenden Äste der Bäume. Vielleicht schaffen wir es ja, den echten Vogel hier vor Ort aufzunehmen. Aber Vorsicht, psssst!

Über den Eisvogel gibt es hier bei „Naturschutz.ruhr“ weitere Informationen.

Den Ruf des Eisvogels, Informationen und Bilder gibt es hier auf der Webseite des LBV.

On my way … „Bombus“!

31. Juli / 22 Grad

Wenn man die Arbeiterinnen einmal näher betrachtet, dann wird schnell klar, welch ein hartes Leben diese führen, um ihre Art zu erhalten. Die Hummeln fliegen von früh bis spät aus und ein. Das birgt Gefahren. Diese hier auf unserem Foto hat bereits ziemlich ramponierte Flügel. Foto: Franzi

Filigran!

31. Juli 2026 / 22 Grad

Überall auf den Naturwiesen begegnen uns jetzt diese feingliederigen, auch kunstvoll angelegten Samenstände, die bisweilen davonfliegen. Samenstände sind die nach der Blüte verbleibenden Teile von Blütenständen, die reife Samen oder Früchte tragen. Diese stehen am Rande der ehemaligen Hinderniss-Pferderennbahn in Castrop. Foto: Franzi

Der Bläuling hat ein Geheimnis!

30. Juli 2026 / 35 Grad

Die Bläulinge kommen auf der ganzen Welt mit 5200 Arten sehr häufig vor. In Deutschland gibt es sie mit 48 Arten. Sie heißen mit wissenschaftlichem Namen Lycaenidae. Ameisenbläulinge, z.B. Phengaris oder Maculinea weisen eine faszinierende, hochgradig spezialisierte Lebensweise auf. Ihre Raupen leben parasitär in den Nestern bestimmter Ameisenarten und lassen sich dort von den Ameisen füttern. Foto: Franzi

„Russischer Bär“ entdeckt!

30. Juli 2026 / 35 Grad

Der „Russische Bär“, den wir hier eher selten sehen, wird auch „Spanische Flagge“ genannt. Er ist ein Schmetterling aus der Unterfamilie der „Bärenspinner“. Die Art gilt als selten, aber nicht vom Aussterben bedroht. Dank der Klimaerwärmung breitet sich der Falter, der besonders feuchte Waldränder und den Wasserdost als Nahrungsquelle liebt, immer weiter in Richtung Norden aus. Foto: Franzi

„Badetag nach Hühnerart!“

29. Juli 2026 / 30 Grad

Samstags ist Badetag! Wilma ist ausgiebig dabei! Am liebsten badet sie mitten auf dem mit Holzhäcksel belegten Gartenweg. Diese Mischung aus Holzspänen, Erde und Staub ist genau die richtige, mit der Wilma sich die Parasiten aus den Federn wäscht. Denn Wasser ist für die Hühner nur zum Trinken da. Nach dem ausgiebigen Bad lässt Wilma das Ganze noch einwirken. Wer sich mit Hühnern auskennt, nimmt etwas Abstand. Denn nach einiger Zeit schüttelt unsere Henne ihr Gefieder kräftig aus und eine große Staubwolke weht über das Gelände hinweg. Mit iht auch die unerwünschten Parasiten, wenn alles gut klappt. Foto: Franzi

„Kohlweißling“ – Der große oder der kleine?

28. Juli 2026 / 26 Grad

Welchen von den beiden haben wir denn hier entdeckt? Pieris brassicae oder Pieris rapae? Foto: Franzi

Ginkgo biloba

12. April 2026 / 13 Grad

Am frühen Abend neigt sich die untergehende Sonne im Westen dem Horizont zu, sendet einen letzten Tagesgruß. Unser Ginkgobaum mit seinen noch sehr kleinen Blättern fängt auf wunderbare Art das Licht noch einmal für uns ein und präsentiert uns einen transparenten Blick durch das Blattgewebe. Ginkgobäume können sehr alt und groß werden. Einer der ältesten ist 1500 Jahre alt. Er wächst in seiner Heimat China. Der Ginkgobaum gilt als lebendes Fossil. Es gab ihn schon vor 100 Millionen Jahren. Damals lebten noch die Dinosaurier. Foto: Franzi

„Deutsche Umweltstiftung“: Der Ginkgo ist ein weltweit einzigartiger Baum. Viel mehr über ihn erfährst du bei der Stiftung, die sein grünes Blatt auf weißem Grund im Logo trägt!

Hummel Hummel!

8. April 2026 / 18 Grad

Der Frühling ist Hummelzeit! Die Königinnen fliegen nach der Überwinterung aus, um einen neuen Staat zu gründen. Manchmal hat man Glück und sie landen, so wie auf unserem Foto, auf dem Arm der Fotografin. Die Hummeln (Bombus) gehören zu den Wildbienen. Foto: Franzi

Viele nützliche Infos zu „Bombus“ bekommst du im „NABU Insektentrainer“!

Obstbaumblüte

7. April 2026 / 17 Grad

Die Obstbaumblüte findet im Frühjahr statt und markiert mit dem Erblühen von Arten wie Kirsche, Pflaume und Apfel den Beginn des Vollfrühlings. Die genaue Zeit hängt vom Wetter und der Sorte ab, wobei in Regionen wie dem Alten Land die Hauptblüte meist zwischen April und Mai liegt. Foto: Franzi

Frühstarter (Februar bis März): Mandeln, Pfirsiche und Aprikosen beginnen in milden Lagen zuerst zu blühen.

Hauptblüte (April): Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen und Birnen öffnen ihre weißen oder pinken Blüten.

Spätblüher (Ende April bis Mai): Apfelbäume und Quitten entfalten ihre Pracht und läuten den Vollfrühling ein.

Informationen zur Obstbaumblüte in Nordrhein-Westfalen erhältst du bei der „Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen“!

Osterglocken sind Narzissen

6. April 2026 / 15 Grad

Auch die Osterglocken stehen noch in kräftiger Blüte, hier im Gegenlicht. Diese sind Narzissen. Narzissen ist der botanische Gattungsbegriff, die Osterglocken, botanisch Narcissus pseudonarcissus, sind die bekannteste Unterart. Foto: Franzi

Birnbaumblüte

1. April 2026 / 16 Grad

Die Birnbaumblüte findet meist zwischen April und Mai statt und zeigt weiße bis zartrosa Blüten. Sie dauert etwa zwei bis drei Wochen und ist eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Insekten. Foto: Franzi

Kirschbaumblüte

1. April 2026 / 16 Grad

Die Kirschbäume blühen im Frühling, meistens zwischen Ende März und Mai. Die genaue Zeit hängt vom Wetter, dem Ort und der Sorte ab. Der Höhepunkt der Blüte ist in Deutschland oft Mitte April. Foto: Franzi

Zierquitte

30. März 2026 / 16. Grad

Blüte der Zierquitte (Chaenomeles), einer Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rosengewächse. Sie stammen ursprünglich aus Ostasien. Ihre Sorten werden als Zierpflanzen und Wildobst in Parks und Gärten verwendet. Der botanische Name setzt sich aus den griechischen Wörtern „chainein“ (klaffen) und „melon“ (Apfel) zusammen, da die Früchte bei Reife auseinanderklaffen. Foto: Franzi