Bravehearts mit SV Wacker Obercastrop

„Wenn ihr uns braucht, egal wofür, wir sind da!“ – „Gebt Bescheid, ich bin da!“ – „Wir kommen sofort, auch mitten in der Nacht!“ – „Einmal Wacker – Immer Wacker!“ – „100 % Herzblut!“








Doch wie sich herausstellt, basiert das auf Gegenseitigkeit!
Saisonabschluss des SV Wacker Obercastrop am 5. Juni 2026! Tapfer mit 100 % HERZBLUT!
Felix (WackerMedia, links) mit Martin (Wirtschaftsrat)
Wacker Obercastrop, du bist mein Verein! Mehr als 100 % HERZBLUT!
Der SV Wacker Obercastrop ist für mich ein ganz besonderer Verein! Warum ausgerechnet Wacker? Diese Frage wird fast immer mit den Worten „Ein familiärer Verein mit vielen netten Menschen“ beantwortet. Und das ist nicht einfach eine Floskel. Gerade für mich nicht. Denn seit 2016 und somit ein Jahrzehnt lang engagiere ich mich ehrenamtlich für diesen Sportverein. Vorher hatte ich mit dem Fußball in Castrop-Rauxel, ehrlich gesagt, keine Berührungspunkte. Schon bei den ersten Spielen, damals noch als Zuschauer, wurde ich freundlich mit Handschlag von vielen Obercastropern begrüßt. Das beeindruckte mich! Als ich dann gefragt wurde, ob ich Lust hätte, mich für den Verein zu engagieren, war schnell klar: „Ja!“.
Neben dem sportlichen Erfolg und der Weiterentwicklung zählt jede einzelne Person im Verein. Bei Fragen und Problemen können die Verantwortlichen angesprochen werden. Dann wird nach einer Lösung gesucht. Auch, wenn es mit Zeit und Aufwand verbunden ist. Es ist eine Herzensangelegenheit. Und wenn es dann ums Überleben geht, halten alle noch mehr zusammen. In der Vergangenheit gab es schon mehrere Personen im Wacker-Umfeld, die an einer lebensbedrohlichen Erkrankung litten. Zu diesen Zeitpunkten wusste ich nicht, dass ich auch an Krebs erkranken würde. Für mich war es sehr schön zu erleben, dass der SV Wacker Obercastrop Menschen in Notlagen unterstützt, Hilfsangebote macht und Ansprechpartner ist.
Dankbarkeit
Die Diagnose bösartiger Lungenkrebs, die ich Ende April 2026 erhielt, veränderte mein Leben von jetzt auf gleich. Mir war schnell bewusst, dass diese Erkrankung eine potentiell tödliche ist, ich mich aber möglichst nicht dadurch in meinem täglichen Leben einschränken lassen wollte. 100 % Herzblut nach vorne!
Das Gute: Da gibt es diesen Verein, zu dem ich gerne gehe. Die Menschen dort sind mir wohlgesonnen. Genau diese waren für mich da, als ich von meiner Krebsdiagnose berichtete und ich bin ganz ehrlich: Ohne die Wackeraner, die mir Mut zusprachen und mir Kraft gaben, wäre es mir so viel schwerer gefallen, mit dieser Erkrankung umzugehen. Auch außerhalb des Sportplatzes mit den Personen in Kontakt zu bleiben, empfand ich als sehr besonders. Es war richtig schön zu erleben, dass ich den Wackeranern nicht egal war und weiterhin bin.
Mir sind der Verein und explizit die Personen enorm wichtig. Als ich nach den beiden Operationen an einem Samstag aus der Klinik entlassen wurde, steckte das Wacker-Westfalenligateam im Abstiegskampf. Für mich war es wichtig, den Menschen, Spielern und dem Verein etwas zurückzugeben. Also ging es direkt am Sonntag in die ERIN-Kampfbahn, um als Stadionsprecher aktiv zu unterstützen.
Innere Verbundenheit
Die Verbundenheit zwischen Wacker und mir ist nach dem Erlebten noch stärker. Ich habe zwar einen Teil meiner Lunge verloren, doch so viel dazu gewonnen.
Die Rede von Mannschaftskapitän Florian Gerding beim Saisonabschluss (oben im Video) war für mich ein so schöner und berührender Moment. Florian sagte: „Du hast gezeigt, was es heißt zu kämpfen, davon konnten wir uns einiges abschneiden in dieser Saison und deswegen haben wir auch den Klassenerhalt geschafft. Wir wussten, wir müssen alles geben.“.
Wirtschaftsratsvorsitzender Martin Janicki fügte hinzu: „Was ihr als Familie an Rückschlägen, an Schicksalsschlägen erlebt habt! Und trotzdem immer wieder hier wart! Mir fehlen da die Worte. Ihr habt euch das nicht anmerken lassen mit eurer positiven Energie. Ihr habt diese an uns weitergetragen. Ich danke euch für eure Hilfe, für euer ehrenamtliches Engagement.“
Danke lieber Florian und lieber Martin für eure persönlichen, empathischen, anerkennenden und warmen Worte! Danke liebe Wackeraner für eure Anteilnahme, dem Mut Zusprechen und dem persönlichen Austausch!
von Felix Vielhaber, 28. August 2026

Brückenbauer und starke Jungs
Natürlich auch unser SV Wacker und die Jungs sowieso. Das war ganz stark!
„Lieber Martin Janicki, ich möchte mich heute bei dir bedanken für alle freundschaftliche, moralische und gläubige Unterstützung im Rahmen meiner wunderbaren Rekonvaleszenz und fortschreitenden Erholung. Danke, dass du für mich gebetet hast mit Wirkung und der Erfahrung, dass der Herr da war, als ich ihn besonders brauchte.
Bestimmt warst du da auch ein Brückenbauer, so wie die vielen Menschen, die mich unterstützt und zu mir gehalten haben, natürlich auch unser SV Wacker und die Jungs sowieso. Das war ganz stark und werde ich nicht vergessen. Jede kleine Geste, jeder Satz, jeder Genesungswunsch lösten in mir etwas aus, wirkten miteinander und gaben mir das Gefühl, dass der Weg noch weitergehen kann.
Und dann die Gewissheit, dass die Energie fließt, ganz langsam, vielleicht erst nur ein wenig kribbelt. Dann plötzlich weht die ganz leichte Brise und scheint die Sonne mit drei klitzekleinen Strahlen und das Strahlen steht im Gesicht wie ein Bild für Hoffnung und Lebensfreude und Lebensmut und die Erkenntnis, dass am Ende sowieso immer alles gut wird.“
Danke Wacker! 100 % Herzblut!
Stephan Vielhaber, 12. Juni 2026
Überzeugung und Leidenschaft! Vertrauen und Loyalität!
Lieber Felix, lieber Stephan, unsere Zusammenkunft entwickelte sich sukzessiv. Erst war Felix ein treuer Begleiter unserer 1. Mannschaft und dann kam die Stadionsprecherrolle dazu sowie mit deinem Zutun auch die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit. Ich glaube, um Ehrenamt zu bekleiden, muss etwas aus voller Überzeugung und Leidenschaft geschehen. Das hat sich bei Euch immer weiter intrinsisch ausgebaut, da Ihr das Vertrauen und die Loyalität im Verein in jeder Lebenslage spürt, auch als es gesundheitlich um Euch nicht so gut stand. Genau da sollte ein Verein zusammenstehen. Das ist viel wichtiger als jeder sportliche Erfolg. Für uns war es selbstverständlich, weil ihr dazugehört – weil wir ein Verein sind und uns immer unterstützen werden.
Auf viele weitere Jahre, euer Martin, Wirtschaftsratvorsitzendrer SV Wacker Obercastrop, 31. August 2026

Marke im Revier! Immer Wacker!
Kamilla beherrscht die perfekte Kommunikation mit dem Hühnergott

Was für eine Aufregung! Und großes Glück, dass dieser besondere Augenblick mit unserer Kamera festgehalten wurde. Das erste Huhn weltweit, ausgestattet mit Gammapower und topmoderner Lasertechnik!
Kamilla beherrscht die perfekte Kommunikation mit dem Hühnergott auf eine Art und Weise, wie nie eine Artgenossin zuvor. Angeblich soll Kamilla auch über eine Direktverbindung zum großen Ewig verfügen und Mitglied des inneren Zirkels sein.
Aber Spaß beiseite. In Wirklichkeit handelt es sich hier um die brandneue Glasfaser-Relaisanlage unseres Fußballclubs SV Wacker Obercastrop, mit deren Hilfe noch mehr Datenvolumen in kürzester Zeit bei unseren Fans und Followern ankommt.
Denn eines ist doch klar, unser SVWO ist der geilste Club in ganz Westfalen, aufstrebend, jung und über alle Maße sexy!
Da lachen doch die Hühner? Gackeragack!
Kommt vorbei! Beim Training und bei den Meisterschaftsspielen unserer drei Seniorenmannschaften in der Kreisliga A, der Ü32 und ganz vorne dran mit unserem Aushängeschild Wacker I in der Westfalenliga, der starken Liga im Westen!
Elvis Shala, der Star unsere Vereins, unser 10er auf Fußballlebenszeit, zeigt euch die Tricks, die begeistern und ein Tor aus 60 Metern, kein Problem! Bitteschön! Thanx Elvo!
Das Team ist der Topmix aus jung und älter, gespickt mit Erfahrung und voller jugendlichem Sturm und Drang!
Das C steht für Trainer! Antonio Alejandro Molina Carrasco ist der Wunschtrainer aller Obercastroper. Und wir haben ihn!
Beliebt bei den Fans! Beliebt bei seinen Kickern, denn hier zählt Leistung! Doch Individualität geht mit Toni gut.
Gesprochen wird viel, besonders mit den Junioren im WL2-Kader, die sich wohl fühlen und bestens aufgehoben bei diesem echten Fußballlehrer, der Teamgeist, Begeisterung, Spielkultur und Wackers 100 %Herzblut lebt und transportiert in die SVWO-DNA wie keiner vor ihm.
Das natürlich im Terzett mit Trainer Björn Brinkmann und Torwart-Coach Dave Menke, die das ganze Ding erst richtig rund machen!
In Obercastrop kickt die Topjugend unserer Stadt in 10 tollen Teams, überregional auch in der Landes- und Bezirksliga.
Täglich ist der Platz „auf ERIN“ ausgebucht. Die Begeisterung für unseren Fußball hört man schon beim Ankommen.
Und fair geht’s zu! Im Training untereinander miteinander, in den Spielen gegen die anderen Clubs und ganz besonders vor und nach dem Training, denn diese Zeit ist Zeit mit Freunden!
Thanx all!
Vereinsvorstand – Wirtschaftsrat – Jugendtrainer- Betreuer Senioren und Junioren – Mitarbeiterteam unseres Vereinsheims „Schürhoffs“ – Denn nicht nur die 0, auch die beste Currywurst mit Pommes der Region muss auf der Theke stehen! – Thanx Babsi!
EINMAL WACKER! IMMER WACKER!
100 % HERZBLUT!
SV Wacker Obercastrop / WackerMedia – Fußballmarke im Revier!
Stephan Vielhaber, 12. Juni 2026

Obercastrop – Erin-Kampfbahn – Fußball – Freundeskreis – Therapie
Ein Scheißleben mit Scheißkrebs! Will ich nicht!
Ich fummele an meinem Tablet herum. Facebook. SV Wacker, mal sehen, wie die Zugriffszahlen auf WackerMedia sind by Selan & Yuriy. Unsere Jungs haben endlich gewonnen, stecken weiter im harten Abstiegskampf. Wir haben berichtet, als ob es um das Endspiel im DFB-Pokal in der Hauptstadt ginge.
Das lohnt sich. Unsere Fans und damit unsere User sind umfangreich dabei. Die Abrufe der Videos mit Toren und Interviews steigen immer mehr an. Allein bei Facebook mit dem Spiel SV Wacker versus SV Vestia (2:1-Sieg) wurden fast 40.000 Videoabrufe getätigt. Hier haben wir uns mittlerweile eingepegelt.
Felix ist die ganze Zeit dabeigeblieben. Hat sich nicht in ein fußballfreies Schneckenhaus zurückgezogen, um darinnen voller Gram zu zweifeln, ob er ein Leben mit Krebs überhaupt braucht. Das braucht kein Mensch. Ein Scheißleben mit Scheißkrebs! Will ich nicht!
Felix ist die ganze Zeit dabeigeblieben. Beim Westfalenliga 2-Fußball, der starken Liga im Westen! War wie immer Stadionsprecher. Hat nicht durchgesagt, dass er Lungenkrebs hat. War noch besser in der Ansagequalität, da bin ich streng in der Bewertung. War leidenschaftlich, sehr treffend in der Betonung und jeden Namen von Obercastrop bis Kurdistan, Albanien und Aleppo sprach er richtig aus. Kompliment! Anspruch! Übt er vorher zuhause! Die anschließenden Interviews mit unseren Spielern und Trainern gelingen gut, dank seiner Bierruhe.
Sorry, er trinkt ja keinen Alkohol, noch nicht einmal alkoholfreien. Er raucht auch nicht, rauchte nie in seinem Leben, ist Nie-Raucher. Okay, einige Schachteln hat er sich reingetan. Schokoladenzigaretten.
„Herr Vielhaber, rauchen Sie?“ – „Nein, ich habe noch nie geraucht.“ – „Aber Sie müssen geraucht haben!“ – „Nein, nie!“ „Sie sind erst 31. In diesem Alter bekommt man eigentlich keinen Lungenkrebs.“ „Ja, das stimmt eigentlich. Ich kann es mir auch nicht erklären. Bin überhaupt kein Risikokandidat dafür.“
Stephan Vielhaber, 12. Juni 2026
Guten Morgen Obercastrop!
Die Arbeit für Wacker hat uns in Beschlag genommen. Es dauert dann doch immer viele Stunden, bis die Dinge präsentabel sind.
Ich erschrecke das Wartezimmerpaar. Facebook hat die Angewohnheit, bei der Auswahl eines Posts trotz vorher auf 0 gedrosselter Lautstärke trotzdem mit 100 % Herzblut zu explodieren. In der dann folgenden kurzen Hektikphase gelingt es dem Facebooker erst nach etlichen Sekunden, seine Hardware-Software-Kombination zur Ruhe zu bringen. Dann ist es aber bereits zu spät. Jeder weiß, worum es geht.
Hier geht es um Fußball. Um unseren SV Wacker Obercastrop. Um die Mannschaftsaufstellung der 1. Seniorenmannschaft im Spiel gegen den SV Vestia Disteln. Ich hatte die Stadionsprecheransagen von Felix für Felix komplett aufgenommen, damit er sich das kritisch anhören kann oder auch damit zufrieden sein könnte.
Auf jeden Fall ging das Ding nun los. Nicht extra. Ich geriet in Hektik. Stellte die Lautstärke noch höher. Natürlich war es die Mannschaftsaufstellung von Wacker Obercastrop.
Das teilte ich dem Wartezimmerpaar nach der finalen Zur-Ruhe-Stellung meines Tab S3 dann auch gerne mit. Die Reaktion der Dame: „Immer noch besser als Husten.“ Des Herrn: „Genau.“ Dann lachten wir uns zu. Es war richtig schön.
Yuriy holte mich raus aus dem Wartesaal zur Ewigkeit. „Das war doch meine Mannschaftsaufstellung. Konnte man bis ganz hinten hören. Richtig gut!“
Jetzt ging es runter in die Radiologie. Erdgeschoss. Den Weg dorthin kennen wir nur allzu gut. Hier hat Felix etliche Aufnahmen machen müssen in der letzten Zeit, Röntgen, CT, MRT. In der vergangenen Woche hatten diese eine besondere Brisanz, wurde doch eine eventuelle Metastasierung überprüft. Die gute Nachricht: Kein Befund. Wir waren sehr sehr froh, Felix, Yuriy, wir alle. Diese Ergebnisse waren in der Erwartung derer eine Schlüsselstelle. Aufatmen.
Jetzt erst recht nach vorne! Immer weiter! Denkt unser junger Held einen kurzen Moment und ist sich der Unterstützung der “Tapferen Herzen“ und des SV 29/65 e.V. absolut sicher. Doch soweit sollte es gar nicht kommen.
Stephan Vielhaber, 12. Juni 2026
