What a feeling! Screening!

Tumornachsorge – Geschichte von Felix Vielhaber, 1. September 2026

Tests! Untersuchungen! Objektiv fassbare Parameter! Heute hatte ich die erste Tumornachsorge im Thoraxzentrum-Ruhrgebiet. Eine Situation, die ich nicht so richtig einordnen konnte. Natürlich machte ich mir im Vorfeld etliche Gedanken, die mit Anspannung und Unruhe verbunden waren. Punkt 8 war ich dort. Gut, dass es losging und die Warterei nun ein Ende hatte.

Nach der Anmeldung und dem schnellen Auftragen einer durchblutungsfördernden Salbe auf mein linkes Ohrläppchen durch die Gesundheits- und Krankenpflegerin (Geht das gemeinsam?) ging es los mit dem Projekt „Feldforschung Felix“ und der Untersuchung Nummer 1. Ab in den Fahrstuhl und hoch auf Station 2 in die Abteilung „Diagnostik“!

Ein kurzer Moment im Wartebereich noch, den ich ja schon länger kenne. Ich wurde aufgerufen. Die durchblutungsfördernde Ohrläppchensalbe wirkte schon. Kein Wunder, besteht sie doch aus scharfer Chili. Vorsicht, nichts in die Augen wischen, aus Erfahrung unangenehm! Mein Ohr wurde immer heißer. Ein Stich mit einer feinen Nadel und mein Blut tropfte in ein kleines Röhrchen, das schon über Nacht darauf gewartet hatte, dass meine Vitalwerte im Labor analysiert werden.

Dazu wird es direkt bei der Entnahme mit bestimmten chemischen Zusätzen (Antikoagulanzien) versetzt. Diese Stoffe befinden sich bereits als Pulver, Flüssigkeit oder kleine Perlen in den farbigen Deckelröhrchen (z. B. Monovetten). Die Werte der Blutgasanalyse gaben mir bisher immer die Marschroute vor.

Anschließend: Verkabelung EKG, Messung Herzaktivität. Gemütlich auf der Liege! Ein Schreck, der Drucker neben mir gab Gas und meine wunderbar geformten Herzkurven kamen auf Papier heraus, dass es eine Freude war. Man lebt noch! Immer wieder ein Wunder! Gefühle auf Papier!

Danach: Test! Der Raum schräg gegenüber war mein nächster Anlaufpunkt. Mir kam die zuständige Schwester mit den Worten entgegen: „Bin gleich da. Gehen Sie schon rein!“ Diesen abgeschirmten Glaskasten im Testraum kannte ich zur Genüge. Das attestierte mir auch die Schwester, die kurze Zeit später zurück kam: „Nehmen Sie schon im Glaskasten Platz. Den kennen Sie ja! Aber aufpassen mit der Salbe!“

Es ging los. Mundstück zwischen die Zähne und mit den Lippen umschließen! Der Lungenfunktionstest dauerte ungefähr 5 Minuten. Ich war nicht zufrieden, hatte ein mulmiges Gefühl. Eine Aufgabe sollte ich wiederholen, da wohl laut der Schwester „noch mehr gehe“.

Dann schoss mich der Aufzug ins Erdgeschoss – Thorax-Ambulanz. Der sich immer mehr füllende Wartebereich strahlte eine gewisse Ruhe aus. Es quasselte einzig und allein die übergroße NTV-Dame von der Kopfwand herunter.

„Herr Vielhaber bitte!“ ertönte eine Stimme aus dem Kommando-Stand der Schwestern. Ich machte mich dorthin auf und erhielt den Auftrag „Radiologie“ mit der Bezeichnung „Röntgen-Thorax“. Den Weg zu den Durchleuchtern kannte ich ja nur zu gut. Dort war ich schon zehnmal wegen verschiedener radiologischen und nuklearmedizinischen Untersuchungen bzgl. meiner Lunge.

Wie gewohnt ging ich zur Anmeldung an der großen Theke, doch direkt am Eingang zur Radiologie wurde ich plötzlich ausgebremst. „Sie können auch zu mir kommen.“ ertönte es in meinem linken Ohr. „Ich wusste nicht, dass hier auch eine Anmeldung ist“, antwortete ich der Mitarbeiterin. „Das denken viele. Aber ich möchte mich nicht langweilen!“, entgegnete sie mir.

„Haben Sie eine Überweisung für mich?“, fragte die Mitarbeiterin. Schnell gezückt gab ich ihr diesen eigentlich rosafarbenen Zettel. Eigentlich rosa! Meiner aber war gräulich. „Das ist aber nicht das Original, oder?“, sprach mich die Dame an. „Die Überweisung wurde zur Thorax-Ambulanz gefaxt, weil ich nicht wusste, dass ich für das Röntgen eine zusätzliche Überweisung brauche“, entgegnete ich. „Sie können das Original bei uns nachreichen“, munterte mich die Mitarbeiterin auf.

Die Radiologie ist eine eigenständige Praxis, die aber eng mit dem EvK Eickel kooperiert und dort räumlich angegliedert ist. Deswegen wird auch bei ambulanten Terminen eine zusätzliche Überweisung benötigt.

Nach den üblichen Unterschriften für das Röntgen-Thorax und für die eigene Kostenübernahme, falls ich das Original nicht nachreiche, sollte ich im Wartebereich Platz nehmen.

Kurz darauf kam Frau Oberärztin Dr. L. schnellen Schrittes durch die Tür. Sie freute sich, dass sie mich direkt antraf. Denn Röntgen hatte sich erledigt. „Nein, Sie brauchen nicht geröntgt werden. Sie hatten ja erst vergangene Woche ein Röntgen. Da war doch alles in Ordnung.“ Für mich bedeutete dies: Keine Originalüberweisung abgeben!

Nun ging es in das Büro von Frau Dr. L. in der Thorax-Ambulanz, innenliegend hinter dem Kommando-Stand der Schwestern, gleichsam einer inneren Festung ähnelnd ausgebaut. Ein Teil des Inneren Zirkels? Vielleicht! Denn die Thorax-Ambulanz ist wie CA Dr. I ebenfalls powered by „BIG-F“.

Objektiv fassbare Parameter! Im Büro angekommen fand das Gespräch statt, das Teil der Tumornachsorge ist. Hier wurden die objektiv fassbaren Parameter besprochen. Mit dem Röntgenbild war Frau Dr. L. sehr zufrieden und auch die Werte der Blutgasanalyse waren richtig gut. Den Lungenfunktionstest bewertete sie im Vergleich mit dem Vorherigen auch mit gut. Es sei aber noch Luft nach oben.

So langsam geht es Richtung Herbst und diese Jahreszeit, verbunden mit dem Winter, mögen Krankheitserreger gerne. Daher sprach ich das Thema „Impfen“ bei Frau Dr. L. an. Aufgrund meiner Erkrankung soll ich gut auf mich achten und verschiedene Impfungen erhalten.

Beim Abhören der Lunge mit dem Stethoskop konnte Frau Dr. L. keine Auffälligkeiten feststellen. Sie war nach den Untersuchungen positiv gestimmt.

Zum Abschluss musste ich dann erneut zur Blutentnahme. Schwester G. übernahm dies. Sie wählte nach dem Anschauen und dem Tasten meiner beiden Arme auf der Suche nach der geeigneten Vene den rechten aus. Aus ihrer Sicht also den linken. Desinfektionsspray aufgetragen! Und los ging es!

Ausgestattet mit dem Blutentnahme-Werkzeug stach sie mit der Nadel zu. Doch das Blut lief nicht. „Ich glaube, ich muss Sie nochmal stechen!“ Auf keinen Fall!! Nach kurzer Korrektur der Nadel, die sie ein wenig tiefer in die Vene schob, lief das Blut doch noch in die Kanülen.

Danach war erst einmal alles erledigt und meine erste Tumornachsorge beendet. Jetzt nur noch bezahlen, dachte ich. An der Pforte zeigte ich das Parkticket vor, bezahlte in bar und bekam ein neues für die Ausfahrt. Etwas mehr als drei Stunden dauerte der Termin im Thoraxzentrum-Ruhrgebiet, Standort EvK Eickel.